Pflegebedarf & verständlicher Plan
Gesundheitliche Bedürfnisse, Fähigkeiten, Kommunikationsform, Unterstützungskreis und persönliche Ziele werden gemeinsam erhoben und in einem zugänglichen Plan festgehalten.
Institutionelle Zusammenarbeit · Wohnen & Tagesstruktur
Wir ergänzen Wohn- und Tagesstrukturangebote dort, wo konkrete gesundheitliche oder pflegerische Bedürfnisse bestehen. Personenzentriert, verständlich und in klarer Zusammenarbeit mit Agogik, Medizin, Angehörigen und Vertretungen.

Gesundheit im Lebensumfeld
Gute Versorgung respektiert Selbstbestimmung und verbindet Alltagswissen der Institution mit pflegefachlicher und medizinischer Kompetenz.
Die Person
Information und Entscheidungen werden so gestaltet, dass Mitwirkung tatsächlich möglich wird.
Das Alltagsteam
Agogische Mitarbeitende kennen Gewohnheiten und erkennen Abweichungen, ohne medizinische Diagnosen zu übernehmen.
Das Fachnetz
Die Pflege erhebt und koordiniert; ärztliche Fachpersonen diagnostizieren, behandeln und verordnen.
Mögliche Leistungsbausteine
Der Umfang entsteht aus der individuellen Bedarfsermittlung und dem institutionellen Mandat – nicht aus einer pauschalen Annahme über Menschen mit Behinderungen.
Gesundheitliche Bedürfnisse, Fähigkeiten, Kommunikationsform, Unterstützungskreis und persönliche Ziele werden gemeinsam erhoben und in einem zugänglichen Plan festgehalten.
Ärztlich angeordnete Massnahmen wie Medikamentenversorgung, Wund-, Stoma- oder Sondenpflege werden nur durch entsprechend qualifizierte Fachpersonen übernommen.
Schmerz, Infekt, Ernährung, Ausscheidung, Mobilität oder Nebenwirkungen können sich anders zeigen. Beobachtungen werden strukturiert erfasst und nicht vorschnell als «Verhalten» erklärt.
Vorbereitung, Informationsübergabe und pflegerische Nachsorge verbinden den Alltag in der Institution mit Hausarztpraxis, Klinik, Therapie und Spezialversorgung.
Fallbesprechungen verbinden Lebensgestaltung und Gesundheit, ohne die agogische und pflegefachliche Verantwortung zu vermischen.
Schulungen, Fallreflexion, Medikamentenprozesse und klare Warn- und Eskalationszeichen stärken die Handlungssicherheit im Alltag.
Rollenmodell
Die genaue Aufgabenverteilung wird pro Institution und Person vereinbart. Ein externer Gesundheitsdienst ergänzt die agogische Begleitung; er ersetzt sie nicht.
Die Person wird verständlich informiert und entscheidet selbst. Ist ihre Urteilsfähigkeit für eine konkrete Entscheidung eingeschränkt, werden unterstützte Entscheidungsfindung und die rechtmässige Vertretung geklärt.
Verantwortet Betreuung, Teilhabe, Tagesstruktur und die institutionellen Prozesse.
Plant, erbringt und dokumentiert vereinbarte Pflege im nachgewiesenen Tätigkeitsrahmen.
Medizinische und therapeutische Entscheide bleiben bei den zuständigen Fachpersonen.
Personenzentrierter Aufbau
Die Governance schützt vor Doppelzuständigkeit, Überversorgung und einer defizitorientierten Sicht.
Wünsche, Ressourcen, Kommunikationsbedarf, urteilsbezogene Fragen und der gewünschte Einbezug von Angehörigen oder Vertretungen werden zuerst geklärt.
Individuelle KLV-Pflege, agogische Begleitung, institutionelle Grundleistungen und zusätzliche Betreuung werden fachlich und finanziell getrennt beschrieben.
Institution, Gesundheitsdienst, Ärzteschaft, Therapien, Angehörige und gesetzliche Vertretung erhalten definierte Aufgaben, Informationsrechte und Eskalationswege.
Pflegeziele, Sicherheit, Selbstständigkeit, Belastung und unerwünschte Ereignisse werden gemeinsam überprüft und der Plan wird weiterentwickelt.
Fachliche Grundlagen
Die Quellen geben den menschenrechtlichen und versicherungsrechtlichen Rahmen wieder. Sie belegen keine konkrete Kostenübernahme.
Versorgung gemeinsam klären
Wir besprechen Zielgruppe, bestehende Kompetenzen, individuelle Pflegebedarfe, Rollen und Finanzierung. Eine belastbare Zusage folgt erst nach der Mandats- und Kapazitätsprüfung.