Kein akuter Notfalldienst. Bei unmittelbarer Gefahr: 144

Demenzsensible Pflege zuhause

Vertrautes bewahren. Sicherheit gemeinsam gestalten.

Wir verbinden demenzsensible Pflege zuhause mit Alltag, Angehörigenentlastung und Fachkoordination. Der konkrete Einsatz setzt passende Fachkompetenz, geklärte Finanzierung und eine tragfähige Versorgungssituation voraus.

Eine ältere Frau bereitet in ihrer Küche gemeinsam mit einer Pflegefachperson einen Früchteimbiss zu.
*Vertraute Tätigkeiten und eigene Entscheidungen bleiben Teil des Alltags.

Demenzsensibel zuhause

Verstehen, was trägt. Ergänzen, was fehlt.

Die Unterstützung orientiert sich an Biografie, Fähigkeiten und aktuellem Bedarf – nicht an einer starren Standardlösung.

  1. Gewohnheiten geben Halt.

    Die Person bleibt aktive Mitgestalterin. Unterstützung setzt dort an, wo einzelne Schritte schwieriger werden.

  2. Angehörige müssen nicht alles allein tragen.

    Belastung, verfügbare Zeiten, Nachtregelung und ein möglicher Ausfall werden früh und wiederholt besprochen.

  3. Beobachten ist nicht diagnostizieren.

    Neue Symptome werden strukturiert erfasst und über den vereinbarten Weg medizinisch abgeklärt.

HaltungPersonenzentriert
OrtIm vertrauten Zuhause
NetzwerkAngehörige & Fachstellen
SicherheitPlanen & neu beurteilen

Mögliche Bausteine

Pflege, Betreuung und Koordination sichtbar trennen.

Der konkrete Umfang folgt der fachlichen Bedarfsermittlung. Was nicht zur Pflege gehört, wird als Betreuung oder andere Unterstützung transparent ausgewiesen.

Pflegebedarf gemeinsam klären

Ressourcen, Gewohnheiten, Pflegebedarf, Wohnumfeld, Angehörigenbelastung, Risiken und persönliche Ziele werden mit der betroffenen Person und – mit Zustimmung – ihrem Unterstützungskreis erhoben.

Demenzsensible Pflege

Grund- und Behandlungspflege werden ruhig, verständlich und möglichst durch verlässliche Bezugspersonen gestaltet. Ärztlich angeordnete Massnahmen bleiben an den gültigen Auftrag gebunden.

Orientierung & vertrauter Alltag

Wiedererkennbare Abläufe, schrittweise Anleitung und passende Aktivitäten können Sicherheit und Selbstständigkeit unterstützen. Reine Präsenz oder Beschäftigung wird als Betreuung ausgewiesen.

Veränderungen beobachten

Schmerz, Infektzeichen, Essen, Trinken, Schlaf, Mobilität, Verhalten und mögliche Medikamentenwirkungen werden fachlich beobachtet und bei Bedarf weitergeleitet – ohne eigene Diagnose.

Angehörige beraten & entlasten

Pflegebezogene Anleitung, Warnzeichen und vorhandene Ressourcen werden besprochen. Planbare Betreuungs- und Entlastungszeiten werden getrennt von KLV-Pflege vereinbart.

Fachnetz & Übergänge koordinieren

Hausärzteschaft, Memory Clinic, Apotheke, Therapie, Spital, Tagesstruktur und weitere Dienste werden nur mit geklärter Einwilligung und Zuständigkeit einbezogen.

Finanzierung ohne falsche Sicherheit

Nicht jede hilfreiche Stunde ist automatisch KLV-Pflege.

Pflegeleistungen werden nach den gesetzlichen Voraussetzungen und einer fachlichen Bedarfsermittlung geplant. Alltagsbegleitung, reine Präsenz, Beschäftigung und Hauswirtschaft sind grundsätzlich Betreuung und werden separat ausgewiesen.

Vor dem Start

Pflege, Betreuung und Entlastung erhalten eigene Positionen.

Ärztliche Verordnung, Pflegebedarf, zugelassener Leistungserbringer, Restfinanzierung sowie mögliche Beiträge durch Hilflosenentschädigung oder Ergänzungsleistungen werden je Situation geprüft. Daraus entsteht keine pauschale Kostengutsprache.

Kosten und Finanzierung einordnen

Ein Plan, der mitlernt

Vier Schritte für ein tragfähiges Zuhausesetting.

Demenz verläuft nicht statisch. Deshalb werden Ziele, Belastung und Sicherheit wiederholt und gemeinsam beurteilt.

  1. 01

    Zuhören

    Die betroffene Person, Angehörige und bisherige Fachstellen schildern Alltag, Wünsche, Belastungen und vorhandene Lösungen.

  2. 02

    Klären

    Pflegebedarf, Betreuung, medizinische Zuständigkeit, Sicherheit, Finanzierung und die Grenzen eines tragfähigen Zuhausesettings werden eingeordnet.

  3. 03

    Vereinbaren

    Leistungen, Bezugspersonen, Tages- und Nachtregelung, Informationsfreigaben sowie Krisen- und Eskalationswege werden nachvollziehbar festgelegt.

  4. 04

    Neu beurteilen

    Pflegeziele, Belastung, Stürze, Ernährung, Orientierung und Sicherheit werden regelmässig überprüft. Der Plan entwickelt sich mit der Situation weiter.

Fachliche Grundlagen

Koordinierte Versorgung und Entlastung sind zentral.

Die Quellen belegen den schweizerischen Versorgungsbedarf. Sie ersetzen keine individuelle fachliche Abklärung.

Situation gemeinsam ordnen

Welche Unterstützung stärkt Alltag, Angehörige und Sicherheit?

Im Erstkontakt klären wir Bedarf, vorhandenes Netzwerk, Angebotsreife und offene Risiken – ohne sensible Falldaten über ungeschützte Kanäle und ohne vorschnelle Aufnahmezusage.